Philosophie
Keine Kommentare Es regnet.
Ein Wort endet, das Nächste beginnt. So gesellt sich eine Silbe zur Nächsten, solang – bis ein Satz aus dem Chaos entsteht. Der Dichter ist Weber und Spinner. Er spinnt die Zeichen zu desolaten Geschichten. Doch nur die Besten erschaffen in den Köpfen der Leser mystische Klänge, die melodisch klingen zu melancholischem Erinnern. Die finsterste Kunst aller Künste, sie zollt einen Tribut an die Schöpfung von Spinnen. Denn Spinnen sind es, die an das Schaffen des Dichters erinnern. Sie weben weißes Gold. Tinte die niemals eine Seite berührt. Doch ihre Fäden berühren die Herzen verunglückter Wesen. Verunglückte Wesen werden stets vom liebsten ihrer Gefühle gefressen. Wie für Schiffbrüchige wird für Sie, ein unendliches Blau, das Meer zum Verhängnis. Schicksalhafte Ironie, spricht der Meister der Lehren. Denn nannten es die Dichter doch selbst; das Meer der Toten.
Und egal wie sehr Verblendete, Lügner und Diener versuchen vom Schicksal der Dinge einen Groschen Glück an sich zu bringen. Es spielt keine Rolle durch wie viel Mühe und Schmerz sie sich zwingen. In der Hoffnung, dass gen Ende schönere Geräusche beim rasseln ihrer Ketten erklingen. Denn Eisen ist hart und Stahl nichts für die zierlichen Finger von musizierenden Blinden.
Das Gesetz der Gesetze. Es ändert sich nie. Gefällt es dir noch oder flehst du schon auf deinen Knien? Es ist stets die Leidenschaft, die unsere Seele bluten lässt und unsere Leiden erschafft.
![]()

